Mühlradbau 2006,

 eine Chronik hierüber und die Namen der Spender befindet sich am Ende der Bildreihe

 

Auch der letzte Fisch im Eberbach wird gefangen und umgesetzt.

  

 

So sieht das alte Mühlrad aus

 

nachdem sich einige ausgeruhte

 

Rentner ausgetobt haben. 

 

Der Arbeitsplatz wird hergerichtet (Kommentar: Die Säg' kann alles!),

 

jedoch: Ein zweiter Bock muss her...

 

Schnell noch ä Schablönle gerichtet

 

Kurve  sägen,

 

dann die Instruktion: So soll die Schablone funktioniere,

 

des do noh, un des do drübbe.

  

Jetzt geht’s los: Erscht onzaichne,

 

dann den innere Boge säge,

 

Dübellöcher bohre,

 

zusammedüble,

 

und dann den Außenbogen sägen.

 

Aha !!!!   So geht also die Kettenfräß

 

wu uns der Zimmermann gäbbe had  !!!

 

Ruckzuck bis de gucksch

 

isch des Loch drinne.

 

Uffbasse dass die Auge nit verblitze,

 

und immer schön konzentriert Löcher bohren.

 

Jetzt bekommt die ganze Ladung

 

noch den letzten Schliff,

 

un schu geht’s los mit mondiere.

 

Erscht mol die Einzelteile

 

zommeglobfe

 

zu zwait noschlaife

 

zommeschdeegge

 

un färdi isch des Mühlrädel

 

un jetzt wird geübt fürs Richdfescht

 

aber kräftig.


Nach dem zerlegen wird an Ort und Stelle zuerst das Lager montiert,

immer kräftig schmiere,


also nix wie Fett nei,


dann zuerschter die Spaiche widder einpasse,


zwischedurch derfed die Enkelkinder probesitze,


beim halbe Rad mol gugge ob`s was wird,


basst  jo prima.


Mit elegant ausgestelltem Fuß werden die Außenbänder aufgezogen,


dann wieder kräftig schrauben:


Wer nix schafft soll wenigstens gut  esse.



So sieht das fertige Mühlrad aus 


schön worre gell,


jetzt stellen die Zimmermänner noch einen tollen Bau darüber auf

decken das Dach noch mit neuen Ziegeln,

dann nach den Aufräumarbeiten ein letztes Gruppenfoto

und das Mühlrad dreht sich, ein Augenschmaus

und ein richtiger Mittelpunkt,

 

 

und mir zomme hänns gebäschdeld.


Das Mühlrad in der “Unteren Hafnerstrasse  wurde ursprünglich im Jahre 1995 vom Sängerbund Haueneberstein gebaut. Der Grund war einzig die 750Jahrfeier des Ortes. Danach hätte es wieder abgerissen werden sollen. Weil sich das Mühlrad aber so gut in das historische Ortsbild am Heimatmuseum einpasste und es überdies viele Freunde gefunden hatte, konnte von einem Abbau plötzlich keine Rede mehr sein. Und bereits ein Jahr später hatte sich an diesem Ort der  Dorfhock des Sängerbundes etabliert, der unter dem Namen “Mühlenhock“ Jahr für Jahr immer größeren Zuspruch fand.

Im Rahmen wichtiger Hochwasser-Sicherungsmaßnahmen am Eberbach musste das Mühlrad im Frühjahr 2006 abgerissen werden. Da es 1995 lediglich als „Attraktion für ein Jahr“ aus dem Holz abgerissener Bauernhäuser gebaut worden war, hatten das Wasser und der nagende Zahn der Zeit dem Rad gehörig zugesetzt. Eine Reparatur oder Renovierung war nicht mehr möglich. Der Sängerbund stand also vor der Wahl:  entweder man gibt das Mühlrad und damit die Tradition des Mühlenhocks auf und verliert gleichzeitig einen attraktiven Blickfang im Ort, oder man baut ein neues Mühlrad. Nach eingehenden Beratungen entschloss sich der Verein für einen Neubau - abermals in Eigenarbeit. Die Kassenlage des Sängerbundes hätte jedoch den Bau des Mühlrades nur schwerlich zugelassen. Deshalb entschloss man sich, nach entsprechenden Sponsoren zu suchen. Und es wurden Spender gefunden, die die notwendige Finanzierung maßgeblich unterstützten. Es ist dem Sängerbund daher ein besonderes Anliegen, sich bei den folgenden Firmen und Einzelpersonen recht herzlich zu bedanken. Unsere Spender waren:

Fa. ARKU GmbH, Fa. Edeka-aktiv markt  (R.Fischer),  Fa. Jung BaubetreuungFa. Wolfgang Kahles (Rasenmäher- u. Motorgeräteservice),    Fa. Helmut Kühn (Bäckerei),  Fa. Lotto & mehr (Frau Kahles und Frau Reiß),  Fa. Karl Mack (Sanitär,Blechnerei,Heizung),  Fa. Mirau und Stiefvater (Rechtsanwälte und Steuerberater),  Herr Artur Reiß (Seniorchef der Fa. ARKU),  Herr Edwin Reiß (Landseehof),  Fa. Gerüstbau Reiss,  Fa. Heinz Seiser (Malerbetrieb), 
Fa. Bier-Schäfer, Herr
Erich Steiner,  Stiftung Kultur und Jugend der Stadtsparkasse Baden-Baden , VR-Bank-Mittelbaden,  Herr Wilfried Zaum.

Unter der Federführung von Adolf Kahles, Eberhard Drapp und Wolfgang Pflüger machte sich dann eine Gruppe von Männern des Sängerbundes ans Werk. Und sie schufen ein wunderschönes neues Mühlrad. Das Werk konnte jedoch nur gelingen, weil die „Mühlenbauer“ von folgenden Firmen maßgeblich unterstützt wurden:

Die alteingesessene Hauenebersteiner Firma Bauelementewerk Hertweck stellte  großzügig den Teil einer Werkhalle zur Verfügung, in der ungehindert gearbeitet werden konnte. Die Firma Martin LORENZ, Holzbau, unterstütze die Arbeiten mit Ratschlägen und vor allem mit Maschinen aus der Zimmermannswerkstatt, genauso wie die Schreinerei Rainer Weber.

Nachdem nun das neu erbaute Mühlrad auch eine neue Überdachung erhalten hat, kann die Hauenebersteiner Bevölkerung  wieder ihren attraktiven Anziehungspunkt in völlig neuem Glanz genießen. Damit hat der Sängerbund einen ganz besonders wertvollen Teil zur Verschönerung seines Heimatortes beigetragen und hofft darauf, dort noch viele erfolgreiche „Mühlenhocks“ feiern zu können.